Flinders Chase National Park

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Laura
16. September 2019
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Besucht ihr Kangaroo Island solltet ihr auch einen Besuch des Flinders Chase Nationalparks einplanen. Neben den Highlights Remarkable Rocks und Admirals Arch habt ihr hier auch die Möglichkeit, tolle Wanderungen zu unternehmen, die es für alle Fitnessgrade gibt.

Flinders Chase Nationalpark

Der bereits im Jahr 1919 gegründete und heute 326 km² große Flinders Chase National Park am westlichen Ende der gut 4.400 km² großen Kangaroo Island im Gulf Saint Vincent ca. 180 Kilometer südwestlich von Adelaide und 110 Kilometer westlich von Kingscote war der zweite Nationalpark überhaupt im Bundesstaat South Australia. Er liegt auf den Gemeindegebieten der kleinen Orte Flinders Chase, Gosse und Karatta, die außer von Fischfang und Landwirtschaft größtenteils vom Tourismus im Nationalpark leben. Das Naturschutzgebiet beheimatet diverse gefährdete Tierarten und einige geologische Besonderheiten. Unterteilt wird das Gebiet in die drei Teilbereiche Cape du Couedic im Südwesten, Gosse Lands im westlichen Zentrum der Insel und das frühere Schutzgebiet rund um die Cape Borda Lightstation im Nordwesten.

Zu den häufigsten Tierarten im Flinders Chase National Park zählen u.a. Australische und Neuseeländische Seebären, das Westliche Graue Riesenkänguru und das Derbywallaby, Lederschildkröten, Känguru-Insel-Schmalfußbeutelmäuse, Warane, Schwarze Tigerottern, Skinke, Geckos und in den 1920er und 1930er Jahren eingeführte Koalas, Schnabeltiere, Ring-, Schlaf- und Kurznasenbeutler. Ebenfalls ansässig sind acht Fledermausarten, sechs Froscharten sowie Haus-, Sumpf- und Buschratten, Damhirsche, Schweine, Hauskatzen und Ziegen. Durch die starke Zunahme der Koalapopulation in den letzten Jahren wurden die lokalen Eukalyptuswälder stark in Mitleidenschaft gezogen, weswegen die Nationalparkverwaltung mit Sterilisierungsprogrammen versucht, der Lage Herr zu werden. Ein besonders streng geschützter Bereich des Parks ist seit 1993 die „Ravine des Casoars Wilderness Protection Area“, durch die der ca. 4.5 Kilometer lange Wanderweg „Return Road Hike“ verläuft.

Auch auf vielen anderen landschaftlich reizvollen Wegen lässt sich der Flinders Chase National Park per pedes erkunden. So etwa auf dem 66 Kilometer langen „Kangaroo Island Wilderness Trail Hike“, für den gut 5 Tage notwendig sind und auf dem „Discovery Walk“ zum Aussichtspunkt „Black Swamp Lookout“. Zu den bekanntesten und am meisten fotografierten Sehenswürdigkeiten im Nationalpark gehören die bizarren Felsformationen „Remarkable Rocks“ und „Admirals Arch“, wo sich die großen Kolonien von Seebären am liebsten einem Sonnenbad hingeben. Im Besucherzentrum erläutern große Schautafeln die Entstehungsgeschichte der Fauna und Flora auf der Känguru-Insel, vor allem Kinder lieben die realistisch gestaltete Nachbildung einer archäologischen Ausgrabungsstätte, in der man sogar selber graben darf.

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Zur Unterkunft und Übernachtung im Nationalpark stehen die ehemaligen Gebäude der hier zwischen 1893 und 1914 vor der Eröffnung hart arbeitenden Siedler im „Rocky River Pastoral Lease“ rund um das Besucherzentrum zur Verfügung. In den historischen und alleinig von Hand errichteten Häusern „May’s Homestead“ und „Postman’s Cottage“ schläft man im spartanischen, aber gemütlichen Ambiente. Nutzer des weiter oben erwähnten „Kangaroo Island Wilderness Trail Hike“ können auch in den einfach, aber zweckmäßig ausgestatteten Hütten auf den Campingplätzen bei Harvey’s Return am Leuchtturm Cape Borda sowie an der Snake Lagoon und West Bay übernachten. Freies Campen mit dem eigenen Zelt ist im Flinders Chase National Park grundsätzlich erlaubt, es ist aber ratsam, auf den genauen Platz zu achten, um beispielsweise nicht in einem trockenen Flussbett plötzlich von den Wassermassen überrascht zu werden.

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