Cunnamulla

Cunnamulla – im Herzen des Outbacks

Tino
18. Juli 2016
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Der 1.200-Einwohner-Ort Cunnamulla liegt im australischen Bundesstaat Queensland mitten im Outback am Flüsschen Warrego. Die Städte Brisbane und Gold Coast an der Ostküste Australiens sind in direkter Linie zwischen 750 und 850 Kilometer entfernt. Der Ort liegt an den beiden bekannten Outback-Straßen Matilda Highway und Adventure Way.

Der Matilda Highway ist insgesamt 1.812 Kilometer lang und wurde nach dem Song „Waltzing Matilda“ benannt. Cunnamulla ist jedoch nicht ausschließlich ein einsam gelegenes Dorf, sondern auch der Verwaltungssitz der Provinz Paroo Shire, die etwas größer als 47.000 Quadratkilometer ist!

Bild: Josselin Berger / Flickr
Bild: Josselin Berger / Flickr

Bedeutung vom Ortsnamen „Cunnamulla“

Der Name Cunnamulla stammt aus der Sprache der Aborigines und bedeutet „großes Wasserloch“ oder auch „langes, gestrecktes Wasser“. Cunnamulla befindet sich in einem fruchtbaren Teil des Outbacks und ist von zahlreichen Schafsfarmen umgeben, die oft viele Kilometer voneinander entfernt liegen. Man schätzt, dass ca. 2 Millionen Schafe in den weiten Landschaften um Cunnamulla grasen, obwohl die Temperaturen im Januar meist über 36 Grad liegen und nur in den Monaten Juni bis August auf ca. 20 Grad fallen.

Cunnamulla wurde erstmals von dem Entdecker Thomas Mitchell auf der Karte als ein Punkt eingezeichnet, an dem es Wasser gibt, als er 1846 auf der Suche nach einem Weg durch das zentrale Australien durch die Gegend reiste. 1899 wurde hier schließlich eine Eisenbahnstation gebaut ist. Neue Siedler nahmen Cunnamulla als Ausgangspunkt, um zu ihr neues Farmland zu gelangen. Heute ist immer noch der zentrale Ort für alle Farmer, die im weiten Umkreis leben. Cunnamulla hat deshalb auch einen kleinen Flugplatz.

Sehenswürdigkeiten ein und um Cunnamulla

Rucksacktouristen, die schon immer einmal das Outback erleben wollten, zieht es gerne nach Cunnamulla. Der kleine Ort ist deshalb auf Durchreisende und Touristen eingestellt. Touristen können von hier aus einen Aufenthalt auf einer Farm buchen oder mit einem Geländewagen das Outback erkunden. Die alte Eisenbahnstation ist nicht mehr in Betrieb, gilt aber als eine der Hauptsehenswürdigkeiten. In dem lokalen Museum wird einheimische Kunst gezeigt. Außerdem kann man sich hier über die Entwicklung des Farmlandes informieren.

Besondere Anziehungskraft auf Touristen hat auch der Currawinya-Nationalpark, in denen es viele uralte Kultstätten der Aborigines zu bestaunen gibt. Auch dieser Nationalpark war früher Weideland und gehörte den Schafen, wurde aber 1991 von der Regierung Queenslands aufgekauft und der Natur zurückgegeben.

Wichtige Punkte im Nationalpark sind der Süßwassersee Lake Numalla und der Salzwassersee Lake Wyara. Beide Seen sind wichtige Brutgebiete und Rastplätze für Zugvögel, die Australien regelmäßig überqueren. Insgesamt wurden über 200 Vogelarten an den beiden Seen gezählt. In der Nähe leben auch die letzten großen Kaninchennasenbeutler, ein Beuteltier, das früher fast überall in Australien verbreitet war. Heute findet man sie nur noch in einigen wenigen Rückzugsgebieten. Um ihnen Schutz zu bieten, leben die Kaninchennasenbeutler von Currywinya in einem eingezäunten Gelände. Der Zaun soll Raubtiere wie Dingos fernhalten. Man schätzt, dass es heute in ganz Australien keine 10.000 Exemplare der kleinen, putzigen Tiere mehr gibt. Camper können an verschiedenen Wasserlöchern im Nationalpark übernachten und einen Stopp einlegen.

Aktivitäten in Cunnamulla

Außerhalb von Cunnamulla liegt eine Rennbahn, auf der regelmäßig kleinere Autorennen stattfinden. Beim jährlichen Fella Festival gibt es hier jedoch auch Bullenreiten und andere Sportarten, die an den Wilden Westen erinnern. Da der nahe Warrego-Fluss meist viel Wasser mit sich führt, ist der Ort grün, es gibt sogar mehrere gepflegte Parkanlagen und einen großzügigen Swimmingpool. Der Warrego-Fluss gilt jedoch als launisch und unberechenbar. Der kleine Ort wird immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht.

Unterkünfte in und um Cunnamulla

Es gibt ein paar kleinere Motels und ein Hostel. Auch hier steigen hauptsächlich Rucksacktouristen ab, die auf dem Weg zu einer Farm sind, um dort für einige Zeit zu arbeiten und zu leben. Für Familien gibt es großzügige Camping-Plätze und Anlagen, auf denen man sich mit seinem Wohnwagen niederlassen kann.

Bild oben: Josselin Berger / Flickr

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