Wilsons Promontory Nationalpark

Der Wilsons Promontory Nationalpark ist einer der bekanntesten Nationalparks Südaustraliens. Er befindet sich im Bundesstaat Victoria, in der Region South Gippsland, und bildet dort die südlichste Spitze des australischen Festlandes. Der Park liegt ca. 200 km südöstlich von Melbourne und ist für viele Reisende ein Must-See auf der Strecke zwischen Melbourne und Sydney.

Um in den vollen Genuss des Parks zu kommen, sollte man eine Aufenthaltsdauer von mindestens einem Tag einplanen. Da es keine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gibt, reist man am besten mit einem Mietwagen an oder schließt sich einer der organisierten Touren an. Die Zufahrt zum Park erfolgt über eine Sackstraße, die in dem Ort Foster vom South Gippsland Highway abzweigt und direkt zum zentralsten Punkt des Nationalparks führt: Tidal River. Das hier befindliche Visitor Center stellt den Ausgangspunkt aller Aktivitäten im Park dar. Neben einem Supermarkt, in dem man sich mit Verpflegung für die folgenden Tage eindecken kann, kann man im Visitor Center einen Stellplatz auf dem angrenzenden Campingplatz, dem Tidal River Campground, buchen. In der Feriensaison oder an Wochenenden ist es allerdings ratsam, dies bereits im Voraus zu tun – der Park ist nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Australien beliebt, die den Park liebevoll „The Prom“ nennen.

Außerdem erhält man im Visitor Center eine Übersichtskarte aller im Park befindlicher Wanderwege. Von kurzen Wanderrouten bis hin zu mehrtägigen Strecken ist für jeden Geschmack etwas dabei. Viele der zahlreichen Wanderwege könnt ihr vom Besucherzentrum aus starten, wie beispielsweise den 5 km langen Tidal Overlook Circuit, ein Rundweg, der entlang des mit Teebäumen gesäumten Tidal Rivers verläuft. Die beste Übersicht über den Nationalpark erhält man vom Mount Oberon aus, dem höchsten Punkt der Gegend. Für den 3,2 km langen Aufstieg braucht ihr ungefähr eine Stunde und ihr könnt von dort aus den gesamten Nationalpark mit seiner bizarren Landschaft überblicken. Ein toller Punkt für Panoramafotos!

Belohnt wird man auf allen Wanderwegen mit einer atemberaubenden Landschaft, die kontrastreicher nicht sein könnte: Hier treffen Granitgebirge, Regenwälder, Strände und raue Küstenabschnitte aufeinander und tauchen die gesamte Landschaft in bunte Farben. Bunt sind auch die einheimischen Vögel, die man auf den Wanderungen sieht und hört. Vor allem an den Crimson Rosellas kommt man nicht vorbei – diejenigen, die sich in der Nähe des Besucherzentrums aufhalten, sind oft schon so an den Menschen gewöhnt, dass sie sich ganz nah an die Besucher heran trauen und sich manchmal sogar auf Schultern oder Köpfen niederlassen. Und nicht nur Vögel sind gern gesehene Gäste – auch Wombats kommen in der Dämmerung aus ihren Höhlen. Australienreisende, die während ihres bisherigen Aufenthalts die eher scheuen Tiere nicht zu Gesicht bekommen haben, kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Wie auch die Vögel sind die meisten von ihnen an den Menschen gewöhnt und lassen sich sogar streicheln.

Beste Reisezeit für den Wilsons Promontory Nationalpark

Nicht nur für Wanderer ist der Park ein Paradies – wer einfach nur relaxen möchte, dem bietet der Park an seiner 1300 km langen Küstenlinie einige schöne Strände. Einer davon ist Norman Bay, der sich direkt an den Tidal River Campground anschließt. Wer hier baden möchte, der sollte die Sommermonate Dezember bis März nutzen. Einer der bekanntesten Strände des Parks ist der Squeaky Beach, der seinen Namen dem weichen Sand verdankt, der unter den Fußsohlen quietscht. Der sehr weiße Quarzsand bietet einen schönen Kontrast zu dem strahlendblauen Ozean. Wer Aktivurlaube bevorzugt, der hat die Möglichkeit Kajak zu fahren, zu klettern, zu fischen oder zu surfen.

Fazit: Der Wilsons Promontory Nationalpark ist ein Highlight auf der Rundreise durch Australien und ist ein Paradies für Natur- und Tierfreunde und alle, die es werden möchten.

Über die Autorin
Laura

Ich liebe Australien und war mittlerweile bereits 20 Mal auf dem roten Kontinent. Die vielfältige Natur mit ihren einsamen und wunderschönen Orten im Outback haben es mir angetan. Aber auch das Leben in den Metropolen liegt mir sehr. Ich freue mich, euch hier meine persönlichen Insider-Tipps rund um das Thema Australien zu geben.

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Steffen von Loving Travel

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