In der südwestlichen Region des Northern Territory, dem von endlosen Wüsten und grünen Oasen durchzogenen Bundesland Australiens, findet ihr den Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark. Im Red Center des Landes gelegen, mitten im Outback, herrscht in diesem Gebiet ein trockenes Klima mit heißen Temperaturen im Sommer. Ein Besuch des Parks ist zwar mit langen Anfahrtswegen verbunden, der weite Weg lohnt sich aber allemal, wenn du den Uluru im Sonnenuntergang in magischem Rot erblickst oder die atemberaubende Erhabenheit des Kata Tjuta erlebst.
Den Zugang zu dem Nationalpark bildet der Ort Yulara, der an der südlichen Grenze des Northern Territory liegt und über einen Flughafen verfügt. Den Connellan Airport fliegen Linienmaschinen von Cairns, Sydney und Alice Springs aus an. Auch mit dem Bus ist Yulara gut zu erreichen, eine Linie verkehrt täglich zwischen dem etwa 450 Kilometer entfernten Alice Springs und dem Touristenresort am Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark. Wer mit der Bahn anreist, fährt ebenfalls über Alice Springs. Möchtest du flexibel sein, kannst du Yulara auch von Alice Springs aus mit dem Mietwagen erreichen. Die Straßen von Yulara aus zum Uluru und zum Kata Tjuta sind ausgebaut und gut befestigt. Sie sind nur tagsüber befahrbar, während der Öffnungszeiten des Nationalparks.

Die Hauptattraktionen des Nationalparks

nosha / Flickr CC
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Die Wahrzeichen des Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark sind der Uluru, auch als Ayers Rock bekannt, und der Kata Tjuta, eine bizarre Felsformation. Beide sind bedeutende Ort der Aborigine-Kultur und zentrale Punkte in deren traditionellen Glaubenssystem. Nach der Religion der Ureinwohner Australiens ist das Land während der Traumzeit entstanden und noch heute führen Traumpfade zu den heiligen Stätten auf dem ganzen Kontinent. Dazu zählen auch Uluru und Kata Tjuta, die mit ihrer einzigartigen Form und der roten Färbung die umgebende Ebene dominieren.

Der Millionen Jahre alte Uluru erhält seinen besonderen Rotton von dem Sandstein, aus dem er besteht. Die eingeschlossenen Mineralien bieten besonders zu Zeiten des Sonnenaufgangs und Sonnenuntergangs ganz besondere Farbenspiele. Das Symbol Australiens ragt 348 Meter in die Höhe und wer den Ayers Rock umrunden möchte, muss eine Strecke von mindestens 9,4 Kilometern zurücklegen. Im Jahr 1950 wurde der Uluru zum ersten Mal zum Nationalpark erklärt.
Der Kata Tjuta zählt seit 1958 zum Gebiet des Nationalparks. Auch als die Olgas bekannt, erheben sich diese 36 Felsköpfe bis zu 546 Meter über die Wüstenebene Zentralaustraliens. Der Name Kata Tjuta könnte „Ort der vielen Köpfe“ bedeuten, auf diesem Gebiet sollen Initiationsriten der Ureinwohner stattgefunden haben.
Das Gebiet des Uluru-Kata-Tjuta-Nationalparks gehört seit 1985 wieder offiziell den Aborigines, die es seitdem an die australische Regierung verpachten. Heute betreiben beide Parteien den Nationalpark unter gemeinsamer Leitung, wodurch die Wahrung der Interessen der Eingeborenen und der Respekt vor den heiligen Stätten dieser uralten Kultur sichergestellt sind.

Touren im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark

In zwei bis drei Stunden kannst du den Uluru auf dem Base Walk umwandern. Die angebrachten Hinweise, die etwa das Fotografieren an den heiligen Orten der Aborigines oder das Betreten bestimmter Gebiete verbieten, sind aus Respekt vor der Kultur dieses alten Volkes unbedingt zu beachten. Auch der Aufstieg auf den Berg ist möglich, aber gefährlich und von den Aborigines zwar geduldet, aber nicht befürwortet.
Etwa vier Kilometer vom Ayers Rock entfernt befindet sich das Cultural Centre, das vielfältige Hintergrundinformationen sowohl zu den Sehenswürdigkeiten des Nationalparks als auch zum traditionellen Leben der Ureinwohner bietet.
Von den mit „Sunrise and Sunset Viewing“ gekennzeichneten Parkplätzen aus hast du einen besonderen Ausblick auf Kata Tjuta oder Uluru, dort lassen sich die Naturmonumente im Sonnenaufgang wie auch im Sonnenuntergang bewundern.

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