Port Lincoln liegt an der äußersten Südspitze der Eyre-Halbinsel an der Boston Bay im Bundesstaat South Australia. In der nach ihrem Namensvetter Lincoln in der Grafschaft Lincolnshire in den englischen Midlands benannten australischen Stadt leben zurzeit gut 14.000 Menschen – vorrangig vom Fischfang und Tourismus. Zum lokalen Verwaltungsgebiet „City of Port Lincoln“ in gut 250 Kilometer Luftlinie Entfernung westlich von Adelaide zählen zusätzlich die Ortsteile Happy Valley, Boston Bay, Kirton Point, Lincoln Gardens, Lincoln Cove, Rustlers Gully und Porter Bay. Port Lincoln ist die größte Stadt an der Westküste von South Australia, sie gilt als die australische „Hauptstadt der Meeresfrüchte“ und die Stadt mit der landesweit höchsten Dichte an Millionären. Zu großem Wohlstand gelangt ist Port Lincon vor allem wegen des Fischreichtums vor seinen Küsten. Verantwortlich für die Schwärme von Thunfischen und Sardinen sind die nährstoffreichen Kaltwasserströmungen aus dem nah gelegenen Spencer-Golf. Während der Thunfisch fast ausschließlich nach Japan exportiert wird, gelangen die Bestände aus den erst seit Neuestem betriebenen Aquakulturen für Austern, Seeschnecken und Königsfische auch auf den Binnenmarkt.

Die Umgebung der Stadt war Ausgrabungen und archäologischen Funden zufolge bereits vor Tausenden von Jahren von Aborigines besiedelt, zu den wichtigsten Stämmen auf der Eyre-Halbinsel zählten die Nauo, Barngarla, Wirangu und Mirning. Wegen der ökonomisch ungemein wichtigen Rolle des Fischfangs in der Region opponierte die Bevölkerung der Gegend vor einigen Jahren auch nahezu geschlossen gegen die Pläne zur Verschiffung von Eisenerz aus dem Hafen von Port Lincoln. Man befürchtete eine Verschmutzung der Gewässer rund um die Stadt.

Sehenswürdigkeiten in und um Port Lincoln

In Port Lincoln selbst gibt es mehrere als nationale australische Kulturdenkmäler ausgewiesene sehenswerte historische Gebäude. So zum Beispiel die alte Mühle am Dorset Place, die ehemalige Bahnstation „Port Lincoln Railway Station“, das Herrenhaus „Ravendale House“ in der Windsor Avenue und das alte Polizei- und Gerichtsgebäude in der Washington Street. Die beste Reisezeit für die Stadt und ihre Umgebung sind die Monate Mai bis September mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen zwischen ca. 27 und 33 Grad Celsius. Zwischen Oktober und April kann es mit 38 bis 46 Grad Celsius hingegen geradezu unerträglich heiß werden.

Somit eignet sich der europäische Sommer also recht gut für einen Urlaub in und um Port Lincoln, besonders die Nationalparks und Schutzgebiete auf der Eyre-Halbinsel können dann besser wandernd erkundet werden. Am nächsten liegt der nur ca. 15 Kilometer vom Zentrum entfernte und gut 315 km² große Lincoln-Nationalpark, dort können zwischen Mai und Oktober Wale sowie Seelöwen und Delphine beobachtet werden. Im Parkgebiet leben außerdem gut 10 Dutzend verschiedene Vogelarten, Kängurus sowie diverse Reptilien und Schlangen. Es kann dort auch geangelt werden. Mit 50 Kilometer etwas weiter von Port Lincoln entfernt liegt der ca. 310 km² große Coffin-Bay-Nationalpark nahe des gleichnamigen Ortes. Hier kann man Seevögel wie den Fisch- oder Weißbauchseeadler sowie Albatrosse in freier Wildbahn sehen. Im benachbarten Thorny Passage Marine Park bekommt man mit etwas Glück auch Delfine und Wale vor die Kamera. Um Einiges größer ist der im Binnenland gelegene Gawler-Ranges-Nationalpark mit einer Fläche von gut 1.660 km², Fauna und Flora zeigen sich hier wüstenartig, nördlich des Parks liegt mit dem Lake Gairdner der viertgrößte Salzsee in Australien.

Wen es nicht so sehr in das heiße Hinterland zieht, der findet auch auf der Eyre-Halbinsel viele schöne Ausflugsziele. Das kleine Örtchen Arno Bay mit seinen nicht einmal 300 Einwohnern ist etwa ein beliebter Treffpunkt von Surfern, die Gegend rund um die ehemalige Stahlstadt Whyalla mit ihren aktuell gut 22.000 Einwohnern ist bekannt für schöne Wanderwege und Port Augusta beherbergt mit dem „Wadlata Outback Centre“ und dem „Australian Arid Lands Botanic Garden“ zwei überregional bekannte Attraktionen mit jährlich Hunderttausenden von Besuchern. Im kleinen Fischerdorf Baird Bay kann man geführte Schwimmtouren zu den Seelöwenkolonien buchen, in Koppio steht das Koppio Smithy Museum mit vielen Exponaten aus der Kolonialzeit und Tumby Bay ist ein weithin bekanntes Eldorado sowohl für Angler als auch für Wassersportler.

Port Lincoln
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