Munga-Thirri Nationalpark (Simpson Desert Nationalpark)

Der Munga-Thirri-Nationalpark ist mit seinen 1 Mio. Hektar der größte Nationalpark in Queensland/Australien und hieß früher Simpson-Desert-Nationalpark. Er liegt größtenteils im Northern Territory 1495km westlich von Brisbane und 79km von Birdsville entfernt. Erreichbar ist das Wüstengebiet über den Old Birdsville Track.

Nach 35km erreicht ihr die 40 Meter hohe „Big-Red“-Sanddühne, die den Anfang der Wüste und des Outback-Abenteuers markiert. Die weiteren 130 km bis zum „Poeppel Corner“ sind nur noch mit Allradfahrzeugen – so genannten 4WD – befahrbar, befestigte Straßen gibt es im gesamten Park keine. Die Fahrt dauert etwa 5-6 Stunden, weshalb ihr eine Übernachtung einplanen solltet. Während der Regenzeit ist der Weg gänzlich unpassierbar. Wollt ihr von Queensland weiter in die Wüste nach Südaustralien, ist der Kauf eines „Desert Parks Pass“ nötig (nähere Informationen dazu findest du hier). Für Touristen ist der Park von April bis Oktober geöffnet .

So könnt ihr am besten durch das Outback von Australien reisen

Klima, Flora und Fauna im Munga-Thirri-Nationalpark

Die Simpson-Wüste hat ein arides Klima. Im Sommer kann es bis zu 50°C heiß sein, im Winter kann es frieren. Durch die extreme Trockenheit findet man an Vegetation hauptsächlich Mitchellgras und Spinifex-Gräser, allerdings können sich nach starken Regenfällen in den getrockneten Wasserlöchern und Überschwemmungsgebieten kilometerweite, wunderschöne Wildblumenfelder bilden. Die Sanddünen sind mit bis zu 90 Meter Höhe und 200 Kilometer Länge die längsten von Norden nach Süden verlaufenden Dünen der Welt. Sie bewegen sich seit ca. 30.000 Jahren in nord-westliche Richtung und liegen 1 Kilometer auseinander. Im trockensten Gebiet Australiens leben über 180 verschiedene Vogelarten, außerdem ist es die Heimat von Waranen, Geckos, Dingos und Kamelen.

Geschichte und Sehenswertes

1844 betrat der britische Forscher und Entdecker Charles Sturt als erster Europäer die Wüste, die erste vollständige Durchquerung (abgesehen von den früher dort lebenden Aboriginals) erfolgte aber erst 1936 durch den Australier Ted Colson. 1880 wurde erstmals die in der Wüste verlaufende Grenze zwischen South Australia, Northern Territory und Queensland durch den Australier August Poeppel lokalisiert. Dieser Ort ist heute durch eine Markierung gekennzeichnet und heißt „Poeppel Corner“. Dort kann man nicht nur auf den Spuren historischer Forscher wandeln, sondern auch die riesigen Salzseen des Gebietes bestaunen. Mit ein wenig Geduld und Glück kann man außerdem die reiche Tierwelt beobachten – Raubvögel auf der Suche nach Beute, Mäuse und Echsen, die sich in Grasinseln verstecken und möglicherweise sogar ein Rudel Dingos, das über die Dünen zieht. Vielleicht entdeckt man sogar einen Weißflügel-Staffelschwanz, ein Singvogel, der nur in West- und Inneraustralien zu finden ist.

Camping unter den Sternen inmitten der unendlichen Weite der Wüste ist ein Erlebnis der besonderen Art. Um im Park campen zu dürfen, muss eine Erlaubnis eingeholt werden. Das kann online hier erledigt werden. Pro Person und Nacht fällt eine Gebühr von ca. $ 6.- an. Außerdem ist Camping nur innerhalb von 500 Metern der QAA Line erlaubt, das ist die Hauptroute, die in den 60er und 70ern von Forschern auf der Suche nach Gas und Öl angelegt wurde.

Es ist sehr wichtig, eine gute Ausrüstung dabei zu haben, um mit der unwirtlichen Umwelt zurecht zu kommen – Ein Funkgerät oder Satellitentelefon ist empfehlenswert, generell ist Outback-Erfahrung von Vorteil. Natürlich sollte man auch genug Verpflegung, Sprit, Auto-Ersatzteile und Medizin im Gepäck haben. Feuer ist im gesamten Nationalpark verboten, weshalb man einen Gaskocher mithaben sollte. Eine nützliche Liste an Dingen, die man bei einer Tour durch den Munga-Thirri-Nationalpark dabei haben sollte und Tips für einen sicheren Trip gibt es hier.

Über die Autorin
Laura

Ich liebe Australien und war mittlerweile bereits 20 Mal auf dem roten Kontinent. Die vielfältige Natur mit ihren einsamen und wunderschönen Orten im Outback haben es mir angetan. Aber auch das Leben in den Metropolen liegt mir sehr. Ich freue mich, euch hier meine persönlichen Insider-Tipps rund um das Thema Australien zu geben.

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Steffen von Loving Travel

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