Australien liegt am anderen Ende der Welt: Rund 24 Stunden seid ihr unterwegs, bis eure Füße in down under den Boden berühren. Die Lage auf der Südhalbkugel und die Nähe zum Äquator bestimmen in Australien Klima, Jahreszeiten und Wetter.

Australien: Wetter und Jahreszeiten

In Australien läuft einiges anders als in Europa: Durch die Zeitverschiebung wird die europäische Nacht zum Tag und der Tag zur australischen Nacht. Auch die Jahreszeiten sind „verdreht“, nämlich genau um ein halbes Jahr: Der australische Frühling beginnt im September und dauert bis November. Wenn wir über den Weihnachtsmarkt bummeln und Glühwein trinken, wird es in down under Sommer und sehr heiß. Herbstlich, wenn man überhaupt davon sprechen kann, sind die Monate März bis Mai und der australische Winter dauert von Juni bis August.
Deutlich ausgeprägt sind die unterschiedlichen Jahreszeiten jedoch nur im Süden des Kontinents. Im tropischen und subtropischen Norden Australiens gibt es lediglich zwei Jahreszeiten: Von Mai bis Oktober herrscht Trockenzeit; von November bis April – Regenzeit.

Australien: Klima und Klimazonen

Es ist unmöglich von „dem Wetter“ in Australien zu sprechen, da das Klima des fünften Kontinents von unterschiedlichen Klimazonen bestimmt wird. Diese unterscheiden sich erheblich voneinander und beeinflussen das gesamte Klima in Australien.

Tropen: Die nördliche Küstenregion des Kontinents liegt in den Tropen. Zwischen Broome im Westen und Cairns im Osten ist der Sommer (Mai-Oktober) heiß und trocken und der Winter (November- April) feucht und schwülwarm. Die Nordwestmonsune bringen in der Regenzeit starke Niederschläge; der feuchteste Monat ist der Januar. Während dieser Zeit treten auch häufig Wirbelstürme auf.

Subtropen: Die Westküste Australiens ist der subtropischen Klimazone zuzuordnen: Der schmale Küstenstreifen des Bundesstaats Queensland zeichnet sich dementsprechend durch subtropische Wetterphänomene mit heißen Sommer- und kühleren Wintermonaten aus. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 20 Grad; nur im kältesten Monat Juli fallen die Temperaturen unter diese Marke. Auch in den Küstenregionen des Ostens herrscht ein subtropisches Klima: Passatwinde sorgen dafür, dass in den Gebirgszügen ganzjährig Regen fällt.

Gemäßigte Zone: Dort, wo die meisten Aussies leben, ist auch in Australien das Wetter am angenehmsten, nämlich in der gemäßigten Klimazone im Süden. Das Australien-Klima ist in diesem Gebiet nahezu mediterran mit heißen Sommern und milden Wintern.

Wüstenklima: Die größte Fläche Australiens, das sogenannte Outback, ist arid bzw. semiarid. In diesen sehr trockenen und heißen Gebieten Zentralaustraliens fällt weniger als 250 mm Niederschlag im Jahr. In den Sommermonaten klettern die Temperaturen nicht selten über die 40-Grad-Marke – ein Grund, warum man das Outback unbedingt in den Wintermonaten bereisen sollte.

Australien: Klima prägt Regionen und Landschaften

Politisch ist der australische Kontinent in sechs Bundesstaaten, drei Territorien und sieben Außengebiete unterteilt. Geografisch hingegen lässt sich der fünfte Kontinent am besten gliedern in

  • Nordaustralien
  • Ostaustralien
  • Südaustralien
  • Westaustralien
  • Zentralaustralien.

Der Norden Australiens

Der Norden Australiens, zu dem Teile der Bundesstaaten Western Australia und Queensland sowie der größte Teil des Northern Territory gehören, ist durch sein tropisches und subtropisches Klima geprägt. Im Norden von Queensland liegen ausgedehnte tropische Regenwälder, während die Küstengebiete des Northern Territory durch Sumpflandschaften, Sandstrände und Flussmündungen gekennzeichnet sind. Weiter im Landesinneren wird es immer flacher und trockener, bis zu den Wüsten und Gebirgen Zentralaustraliens. Im Nordwesten, im Bundesstaat Western Australia, wird die Landschaft felsiger und wilder: Schluchten, Wasserfälle und tropische Palmen prägen das Bild.

Der Osten Australiens

Die im Osten des Kontinents liegenden Bundesstaaten Queensland und New South Wales begeistern mit einer abwechslungsreichen Landschaft und einer Menge Sehenswürdigkeiten: Dichte Regenwälder, paradiesische Sandstrände und spektakuläre Berglandschaften machen die Ostküste zu einem absoluten Muss für alle Australien-Reisenden. Zu den landschaftlichen Highlights zählen die Blue Mountains, das Great Barrier Reef und Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt mit ihren fantastischen Stränden.

Der Süden Australiens

Im Süden Australiens liegen die wichtigsten Metropolen des Kontinents. Kein Wunder, denn hier ist das Australien-Klima angenehmer und etwas „kühler“ als im Rest des Landes. Neben den Städten Sydney, Canberra, Melbourne, Adelaide und Perth gibt es an der über 3000 km langen Südküste herrliche weiße Sandstrände, malerische Weinanbaugebiete und faszinierende Gebirgslandschaften zu entdecken.

Der Westen Australiens

Die Westküste wird im Vergleich zur Ostküste seltener von Touristen besucht. Das liegt aber keinesfalls daran, dass es hier weniger zu bewundern gibt. Die Küste und das Outback des Bundesstaates Western Australia zählen zu den ursprünglichsten Landschaften Australiens: Jahrtausendalte Granit- und Sandsteinformationen, Schluchten, Wasserfälle, Tunnel und Höhlen sind nur einige der Naturwunder, die dieses Gebiet so einzigartig und faszinierend machen.

Zentralaustralien

Das allgemein auch als Outback bezeichnete Zentralaustralien ist durch sein trockenes und sehr heißes Klima gekennzeichnet, das menschliches Leben hier sehr schwierig macht. Es gibt kaum größere Siedlungen; dafür aber beeindruckende Landschaften und Naturphänomene. Die einzige größere Stadt ist Alice Springs mit ihren knapp 30.000 Einwohnern. Sie dient Touristen als Tor zum Outback und Einwohnern als Versorgungsstandort. Gekennzeichnet wird das Outback durch rote Wüsten- und Steppenlandschaften, zerklüftete Gebirgsketten und einzigartige Felsformationen, von denen der Ayers Rock nicht nur eine der bekanntesten ist, sondern sich auch zum Wahrzeichen Australiens entwickelt hat.

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