Katherine

Tino
7. Dezember 2016
2 Bewertungen

Im Northern Territory in Australien liegt die Kleinstadt Katherine. Obwohl nur knapp 6.000 Einwohner in ihr leben, ist sie die viertgrößte Stadt des Bundesterritoriums. Diesen kuriosen Umstand verdankt Katherine dem Umstand, dass in den drei größeren Städten Darwin, Palmerston und Alice Springs rund 80 % aller Einwohner des Northern Territorys beheimatet sind.

Nur rund 20–30 Autominuten von Katherine entfernt liegt der Nitmiluk-Nationalpark, der ursprünglich als Katherine-George Nationalpark bekannt war. Die fast 3.000 km2 große Fläche bietet seit 1989 zahlreichen bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat und hält für Besucher eine atemberaubende Kulisse bereit.

Auch in Katherine selbst bietet sich Reisenden Gelegenheit zu Erkundungstouren. Im örtlichen Museum stellt die Stadt Exponate aus, die die heterogene Vergangenheit und Gegenwart der Region widerspiegeln. Die Ausstellungen erzählen von der Geschichte der Stadt und ihrer Entwicklung. Zu den Sammlungen des Katherine Museums gehören unter anderem indigene Artefakte, technische Stücke aus dem früheren Besitz der westlichen Einwohner seit Ende des 19. Jahrhunderts, Exponate rund um den Zweiten Weltkrieg und historische Fotografien. Das Museum ist im ehemaligen Aerodrom untergebracht.

Eindrücke vom Katherine Gorge

Sehenswertes in Katherine

Zu den schönsten Naturszenen im Nitmiluk-Nationalpark gehören die Edith Falls, die malerisch in einen Badesee fließen und Reisende zum Verweilen zwischen Palmen und Buschvegetation einladen. Nicht allzu weit entfernt liegt das Besucherzentrum des Parks, in dem Interessierte seit 1997 mehr über die Besonderheiten der Landschaft erfahren können.

Über Jahrtausende hinweg grub sich der Katherine River, der Stadt und Nationalpark miteinander verbindet, in den Sandstein des Arnhem-Plateaus. Das Plateau stellt mit einer Fläche von 23.060 km2 eine bedeutende geologische Landmarke des Northern Territorys dar. Im Nitmiluk-Nationalpark zeugt die mächtige Schlucht Katherine George von der beeindruckenden Kraft des Wassers und ermöglicht Besuchern Kajak-Touren auf dem Katherine River an ihrem Fuße. Die insgesamt 13 Schluchten nahmen als Ort der Zikaden-Traumpfade („Nitmiluk“) einen Platz in der Spiritualität der Jawoyn ein und wurden zum Namensgeber des Nationalparks.

Thermale Quellen, gespeist von vulkanischer Hitze unter der Erde, bereichern die Landschaft und tragen zu einem abwechslungsreichen Besuch bei. An der Stelle, an der das Wasser der Quellen aus dem Boden austritt, können sich Ablagerungen in Farbtönen von weiß und gelb bis orange und braun bilden. Bei einigen Thermalquellen besitzt auch das Wasser selbst eine leicht gelbliche oder orangene Färbung, die auf Algen, Bakterien und andere Mikroorganismen zurückgeht.

Wem ein Tagesausflug von Katherine zum Nitmiluk-Nationalpark nicht reicht oder wer auf der Durchreise ist, findet auf dem zum Park gehörenden Campingplatz die Möglichkeit zur Übernachtung sowie Sanitäranlagen einschließlich Duschen.

Ein anderes beliebtes Ziel bei Katherine ist Mataranka. Dort können Besucher im glasklaren Wasser thermaler Quellen Baden und bei einer Wassertemperatur von 34° C tüchtig entspannen.

Neben dem Nitmiluk-Nationalpark ist auch der Cutta Cutta Höhlen- und Naturpark in der Regel in etwa einer halben Stunde zu erreichen. Mit rund 1.500 km2 ist der Cutta-Cutta-Park etwa halb so groß wie der Nitmiluk und besteht seit 1967. Besucher können während der Trockenzeit an geführten Touren durch die unterirdischen Höhlensysteme teilnehmen, die der Park beherbergt. Das macht den Park einzigartig in Australien, da ähnliche Höhlen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Wie der Nitmiluk-Nationalpark, so ist auch der Cutta-Cutta-Park mit dem Aborigine-Volk der Jawoyn verbunden. Der genaue Ursprung des Namens ist jedoch unklar; fest steht jedoch, dass er mit Traum- und Sternengeschichten assoziiert ist. In der traditionellen Mythologie der Jawoyn sollen die Sterne beispielsweise während des Tags in den Höhlen von Cutta-Cutta schlafen, bis sie diese am Abend wieder verlassen und zum Himmel aufsteigen.

Bild: Daniel Alexander Head / Flickr

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hinweis zu Cookies

Wir setzen Cookies ein, um dir die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern  – mehr dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr Informationen OK