Kängurus

Kängurus sind das Markenzeichen in Australien und gehören definitiv zu den beliebtesten Tieren in Down Under. Wusstet ihr, dass in Australien ca. 45 Millionen Kängurus leben? Das sind fast doppelt so viele Kängurus wie Menschen! Verständlich also, dass eine Begegnung mit den Beuteltieren bei vielen ganz oben auf der Wunschliste bei einem Australienbesuch steht. Wo ihr das am Besten erlebt, und alle Infos rund um Kängurus erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Cairns

Wir wollen euch gar nicht lange zappeln lassen, sondern verraten euch sofort die besten Spots Kängurus in freier Wildbahn zu sehen – ein unvergessliches Erlebnis in eurem Australienurlaub!

  • Lucky Bay, WA: Nicht umsonst heißt dieser Strand im Cape le Grand Nationalpark „die glückliche Bucht“: Dieser paradiesische Strand ist mit türkisblauen Wasser und weißem Sandstrand ein echtes Juwel an der Westküste Australiens. Doch das Beste: Kängurus lieben diesen Ort zum Faulenzen und liegen bzw. hüpfen ganz unbeeindruckt von den Touristen am Strand herum. Besonders beliebt für ein Selfie mit den süßen Tieren! Lest hier unseren Reisebericht zur Rundreise Westaustralien.
  • Cape Hillsborough, QLD: Bei einem Roadtrip an der Ostküste müsst ihr unbedingt am Cape Hillsborough stoppen: Jeden Morgen kommen an den vom tropischen Regenwald umgebenen Strand Causarina Beach zuverlässlich Kängurus und Wallabys. Für diesen magischen Anblick lohnt es sich wirklich vor dem Sonnenaufgang aufzustehen! Lest hier unsere Tipps zum Cape Hillsborough.
  • Murramarang National Park, NSW: Der Murramarang National Park liegt an der Südküste von New South Wales ist DER Hotspots für Kängurus bei einem Roadtrip von Melbourne – Sydney! Selbst bei einer Wanderung durch den wunderschönen Nationalpark stehen die Chancen gut Kängurus auf den Grasflächen zu entdecken. Abends geht ihr am Besten zum Pebbly oder Pretty Beach, wo Kängurus gerne im Sand faulenzen.

  • Great Ocean Road, VIC: Die Great Ocean Road ist nicht nur eine der schönsten Straßen Australiens, sondern auch ein echtes Känguru-Mekka. Besondes auf dem Anglesea Golf Club scheinen sich die Beuteltiere besonders wohl zu fühlen. Übrigens:  In allen australischen Städten solltet ihr euer Glück auf jeden Fall bei Golfplätzen versuchen! Auch am Surfstrand Bells Beach könnt ihr oft richtig große Kängurus beobachten.
  • Canberra, ACT: Die australische Hauptstadt hat die höchste Känguru Konzentration im ganzen Land. Zu den besten Hotspots in der Stadt zählt das  Government House, welches sich über eine 54 Hektar große Parklandschaft erstreckt – Kängurus lieben es hier! Im Stadtgebiet von Canberra sind vor allem am Mount Ainslie, im Namadgi-Nationalpark und im Tidbinbilla-Nationalpark Kängurus zu sehen.

Känguru Steckbrief

Wir starten mit einer kurzen und knackigen Übersicht der süßen Beuteltiere, damit ihr sie erstmal kennenlernt.

Mit Ausnahme der in Neuguinea heimischen Baumkängurus lässt sich sagen, dass alle Känguruarten deutlich längere Hinter- als Vorderbeine haben, damit sie sich hüpfend fortbewegen können. Der Schwanz ist verhältnismäßig lang und muskulös und gibt den Kängurus Stabilität. Verglichen damit ist der Kopf der Kängurus relativ klein und lang. Das Fell der Beuteltiere ist grau-braun gefärbt.

Känguru-Mob

Fun Facts über Kängurus

Ich in immer wieder fasziniert von diesen australischen Tieren, deswegen hier für euch einige coole Känguru-Fakten:

  • Die meisten Kängurus sind Linkshänder
  • Kängurus können nicht rückwärts laufen bzw. springen
  • Kängurus sind Vegetarier
  • Männliche Kängurus heißen „Boomer“, Weibchen nennt man „Flyer“ und Jungtiere werden „Joey“
  • Kängurus können schwimmen
  • Kängurus haben es sogar auf das Symbol von Quantas, der nationalen Fluggesellschaft, geschafft

Welche Känguru Arten gibt es?

Es gibt ungefähr 65 Känguruarten, von denen allerdings vier bereits ausgestorben sind. Während die kleinsten Kängurus nur so groß wie Kaninchen sind, können manche Arten bis zu zwei Meter groß werden, so zum Beispiel das Rote und Graue Riesenkänguru. Der muskolöse Schwanz dieser Arten wird dabei 110 cm lang, womit die Tiere bis zu neun Meter weit hüpfen könnnen. Die kleinste Känguruart ist das Moschusrattenkänguru mit 28 Zentimeter und 500 Gramm, das ihr euch in etwa so groß bzw. klein wie ein Meerschweinchen vorstellen könnt.

Zwar stehen die meisten Känguruarten inzwischen unter Artenschutz, doch früher wurden sie wegen ihres Fleischs und Fells gejagt. Viele Farmen missachten jedoch das Jagverbot und sehen die Tiere als Bedrohung, da sie ihre Felder abfressen und damit ihre Existenz zu bedrohen scheinen. So kommt es, dass jährlich ca. 3 Millionen Kängurus erschossen werden.Kämpfende Kängurus

Känguru Lebensraum

Die meisten Kängurus leben in gesamt Australien, obwohl die verschiedenen Arten jeweils ein anderes Heimt-Gebiet haben. Das Rattenkänguru zum Beispiel schmiegt sich gern in kleine Nester auf den Boden der Regenwälder im tropischen Nordosten von Queensland. Graue Kängurus hingegen präferieren die Wälder oder Steppenregionen Australiens. Die kleinen Baumkängurus leben in den oberen Zweigen der Bäume im Regenwald von Queensland sowie auf der Insel Neuguinea (nördlich von Australien).

Lebensweise der Kängurus

Kängurus sind die einzigen großen Tiere, die als primäres Fortbewegungsmittel hüpfen. Ihre Hinterbeine und Füße sind viel stärker und größer als ihre Arme bzw. Vorderbeine. Auch wenn Kängurus in Gefahrensituationen bis zu 56 km/h erreichen können, gilt eine Reisegeschwindigkeit von 32 km/h als normal. Die Beuteltiere sind Pflanzenfresser und ernähren sich je nach Lebensraum von Blättern oder Gras. Dabei stützen sie sich auf die Vorderbeine und h Kängurus benutzen beim Füttern eine langsamere, gehende Bewegung, und dafür benutzen sie ihren muskulösen Schwanz als eine Art fünftes Bein, das sie auf ihrem Weg vom Boden abstößt.

Die Säugetiere sind sozial und leben in Herden, die als Mob bezeichnet werden. Sie pflegen sich gegenseitig und beschützen sich, wenn Gefahr herrscht. Wenn also ein Känguru vermutet, dass Gefahr in  besteht, stampft es mit einem Hinterbein auf den Boden, um die anderen zu warnen. Wenn es zu Schlägen kommt, und ja, eine Känguru-Prügelei sieht ziemlich ähnlich aus wie bei uns Menschen, boxt und tritt ein Känguru seinen Gegner und bekommt dabei Hilfe von den Artgenossen. Also: Legt euch besser nicht mit Kängurus an, sie sehen zwar total süß aus aber haben es faustdick hinter den Ohren!

Auch in Hinblick auf die Aktivitätszeiten unterscheiden sich die unterschiedlichen Arten, wobei man pauschal sagen kann, dass sie dämmerungs- bzw. nachtaktiv sind. Deswegen wird in ländlichen Gebieten auch davor gewarnt in der Dämmerung oder Nachts zu fahren, denn gerade dann kommt es zu Unfällen mit verwirrten Kängurus auf den Straßen. Tagsüber faulenzen Kängurus am liebsten, häufig im Schatten von Bäumen.

Känguru-Baby im Beutel der Mutter

Was hat es mit dem Känguru Beutel auf sich?

Ich denke bei Kängurus sofort an den Beutel am Bauch, doch lange Zeit wusste ich gar nicht so recht, was es damit eigentlich genau auf dich hat. Damit ihr in Zukunft bestens Bescheid wisst, habe ich mich mal informiert:

Kängurubabys bzw. Joeys kommen nach einer kurzen Tragezeit von ca. 30 Tagen als Embryos nahezu unentwickelt zur Welt. Dabei hat selbst die größte Art, das Riesenkänguru, nur eine ungefähre Größe von 2,5 Zentimetern und wiegt nicht mal einen Gramm. Es krabbelt dann ohne Hilfe in den Beutel und hängt sich mit dem Maul an eine der vier Zitzen im Beutel. Dort verweilt es dann de nächsten zwei bis drei Monate die es während der nächsten zwei bis drei Monate nicht loslässt. Gut gestärkt verlässt das Joey nach einem halben Jahr erstmals den Beutel der Mutter und sieht das Tageslicht. Drei weitere Monate später passt es nun kaum noch in den Beutel und erkundet die Umgebung auf eigene Faust.

Trotzdem ernähren sich die Jungtiere bis zum ersten Lebensjahr von Muttermilch und stecken dafür den Kopf in den Beutel, wo sich meist schon ein weiteres Baby befindet. Weibliche Kängurus (Flyer) sind nämlich fast durchgehen schwanger. Die Männchen haben übrigens keinen Beutel.

Die besten Känguru-Erlebnisse

Nun fragt ihr euch sicherlich, wo ihr die typisch-australischen Tiere hautnah erleben könnt. Falls euch ihr garantiert Kängurus sehen und euch nicht auf gutes timing und Glück verlassen wollt, werden in Australien zahlreiche Touren angeboten. Hier seht ihr meine besten Tipps für die ultimative Känguru Erfahrung!

Känguru Touren in Australien

  1. 01

    Phillip Islands Tour

    Nationalparks in Phillip Island
    Phillip Island Wildlife Park

    Die Felsinsel Philip Island eignet sich perfekt für einen Tagesausflug ab Melbourne. Im Wildlife Park beobachtet ihr Kängurus, Koalas, Wombats, Seehunde und Pinguine hautnah – ein echtes Paradies für alle Naturliebhaber.
    Tourdauer: 9 Stunden
    Start: Melbourne, Abholung im ausgewählten Hotels möglich
    Unterwegs mit: Bus
    Gruppengröße: max. 50 Personen
    Preis ab: 169 A$ (ca. 105 €)

  2. 02

    Australia Zoo Tour

    Zoo in Noosa & Sunshine Coast
    Känguru im Australia Zoo

    Der Australia Zoo in der Nähe von Brisbane ist ein wahres Paradies für alle Tierliebhaber: Hier werden über 1.000 Tiere artgerecht gehalten, darunter Süßwasserkrokodile, Tiger, Koalas, Dingos und natürlich Kängurus. Neben dem Eintritt in den Zoo ist hier auch der Transfer in einem Minibus enthalten, ihr müsst euch also um nichts kümmern!
    Tourdauer: 9 Stunden
    Start: Brisbane, Abholung an ausgewählten Hotels
    Unterwegs mit: komfortablen Minibus
    Gruppengröße: 7-10 Personen
    Preis ab: 93 A$ (ca. 56 €)

  3. 03

    Featherdale Wildlife Park Ticket

    Zoo in Sydney
    featherdale-wildlife-park-nsw-180830111832003

    Nur 45 Minuten vom geschäftigen Zentrums Sydneys liegt der Featherdale Wildlife Park. Hier erlebt ihr die australische Tierwelt hautnah, füttert Kängurus und Wallabys aus eurer Hand, lauscht dem Geschrei des Tasmanischen Teufels und kuschelt mit Koalas. Sichert euch vorher schon die Tickets, um langes Anstehen zu vermeiden.

    Tourdauer: 4 Stunden
    Start: Featherdale Wildlife Park
    Unterwegs mit: /
    Gruppengröße: /
    Preis ab: 32 A$ (ca. 19 €)

  4. 04

    Bonorong Wildlife Sanctuary Ticket

    Zoo in Hobart
    Graues Riesenknguru, Tasmanien, Australien

    Das Bonorong Wildlife Sanctuary ist wirklich ein ganz besonderer Ort: Hier laufen die meisten Tiere frei durch den Park, sodass ihr sie wirklich hautnah erleben könnt. Keine Sorge, der Tasmanische Teufel ist in einem großen Gehege untergebracht. In diesem Skip-the-Line Ticket ist auch eine Tüte Kängurufutter enthalten, und ihr dürft kostenlos an Führungen und Fütterungen teilnehmen!

  5. 05

    Kangaroo Sanctuary

    Zoo in Alice Springs
    Australia Zoo

    Im Kangaroo Sanctuary von Alice Springs könnt ihr Kängurus aus der Nähe betrachten. Die Auffangstation wurde von einem Einheimischen namens Brolga eröffnet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, verwaiste Baby-Kängurus zu retten und sie gesund zu pflegen. Inzwischen ist das Kangaroo Sanctuary eine echte Tierklinik. Täglich werden bei Sonnenuntergang Touren angeboten, auf denen ihr Kängurus in freier Wildbahn erlebt – eine unvergessliche Erfahrung!

  6. 06

    Kangaroo Island Tour

    Bus in Kangaroo Island
    Känguru auf Kangaroo Island

    Kangaroo Island vor Adelaide wird aufgrund der Artenvielfalt oftmals als das Galapagos Australiens bezeichnet. Hier könnt ihr tolle Wanderungen im Flinders Chase Nationalpark unternehmen und dabei Kängurus, Seelöwen und Raubtiere beobachten. Anschließend geht’s in den KI Wildlife Park, wo ihr vom Aussterben bedrohten Arten der Insel kennenlernt.

    Tourdauer: 16 Stunden
    Start: Adelaide Central Bus Station
    Unterwegs mit: Bus, Fähre
    Gruppengröße: max. 48 Personen
    Preis ab: 649 A$ (ca. 396 €)

 

Über die Autorin
Laura

Ich liebe Australien und war mittlerweile bereits 20 Mal auf dem roten Kontinent. Die vielfältige Natur mit ihren einsamen und wunderschönen Orten im Outback haben es mir angetan. Aber auch das Leben in den Metropolen liegt mir sehr. Ich freue mich, euch hier meine persönlichen Insider-Tipps rund um das Thema Australien zu geben.

Wie hat dir dieser Artikel gefallen?

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fast geschafft!

Du nutzt leider einen veralteten Browser, den du auch aus Sicherheitsgründen dringend wechseln solltest. Bitte nutze einen anderen Browser, zum Beispiel Firefox, Chrome oder den Microsoft Edge.

Wir sehen uns dann gleich nach im anderen Browser – wir freuen uns auf dich und haben viel Reiseinspiration vorbereitet!

Steffen von Loving Travel

Hinweis zu Cookies

Wir setzen Cookies ein, um dir die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern  – mehr dazu findest du in unserer Datenschutzerklärung.

Mehr Informationen OK