Cape Hillsborough

Regenwald mit Kängurus und Wallabies

Bild vom Autor Laura
Laura
7. Oktober 2019
45 Bewertungen

Auf unserer Reise von Brisbane nach Cairns lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, Cape Hillsborough zu besuchen. Lest hier, weshalb wir unbedingt hierhin fahren und was ihr sehen werdet.

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Ankunft in Cape Hillsborough

Cape Hillsborough liegt an der Ostküste Australiens rund 50 km nördlich von Mackay. Der Weg hierhin führt vorbei an Zuckerrohr-Plantagen, die die gesamte Region prägen. Geschwungene Straßen führen nach Cape Hillsborough, mitten in den Regenwald. Wir fühlen uns, als ob wir in einer anderen Welt ankommen. Die Zeit scheint hier irgendwie stehengeblieben zu sein. Das mag auch daran liegen, dass hier absolut kein Handy-Empfang ist und man sich einfach auf sich selbst konzentrieren kann.Cape Hillsborough

Cape Hillsborough – Camping

Da wir mit dem Wohnmobil reisen, haben wir bereits vorab einen Stellplatz im Cape Hillsborough Nature Tourist Park reserviert. Hier angekommen werden wir äußerst nett empfangen. Die Damen an der Rezeption machen ihren Job wie ich finde wirklich gut. Als ich hier ein paar Tiegel mit „Natural Sandfly Repellent“ sehe und frage, ob es hier viele Sandflys oder Mosquitoes gibt, sind sie einfach nur ehrlich und sagen, dass es momentan eher kühl ist und wir sicherlich eh lange Kleidung tragen würden, da kommt dann auch keine Sandfly durch. Mein Tipp für euch: Ich habe die „Natural Sandfly Repellent“ trotzdem gekauft und bin total zufrieden! Für mich und auch die Kinder ist es richtig toll. Es sind ätherische Öle drin, die die Moskitos und Sandflys fernhalten. Es war toll für die gesamte Reise in den Norden von Queensland.

Cape Hillsborough

Der Cape Hillsborough Nature Tourist Park ist in zwei Zonen unterteilt. Der obere Bereich ist befestigt, in der Mitte befindet sich ein Swimmingpool. Ein Weg führt dann hinab zum unteren Bereich des Campingplatzes, der sich fast auf einer Ebene mit dem Strand befindet. Wir stehen „unten“ auf Platz 86, der sehr gut gelegen ist. Übrigens: Egal wo ihr steht, auch wenn wir direkt am Wasser stehen, haben wir aufgrund des dichten Regenwaldes keine Sicht aufs Wasser.

Mein erster Gang ist direkt an den Strand. Das machen wir eigentlich immer, wenn wir irgendwo am Wasser sind. Und schon sehe ich mein erstes Highlight – ein Wallabie am Strand!

Das Highlight am Cape Hillsborough: Wallabies am Strand

Das allgemein bekannte Highlight am Cape Hillsborough ist der morgendliche Besuch von Kängurus und Wallabies am Strand Causarina Beach. Sie kommen zum Sonnenaufgang hierher und es bietet sich ein wunderschönes Bild, die Tiere im Sonnenaufgang beobachten zu können – wann das ist, erfahrt ihr auch an der Rezeption. Am Cape Hillsborough sind die Sonnenaufgänge übrigens wunderschön. Die Sonne geht seitlich über dem Ozean auf und wirft ein wunderschönes Licht auf die vor der Küste gelegene Insel Wedge Island.

Cape HIllsborough
Zum Sonnenaufgang kommen Wallabies an den Strand.

Ich mache mich also morgens ein paar Minuten früher als alle anderen auf den Weg zum Strand. Es ist dunkel – so richtig DUNKEL – und ich bin versucht wieder umzudrehen, weil mich ein wenig Angst überkommt, denn mehr als die Hand vor meinen Augen sehe ich wirklich nicht und wer weiß, welche Tiere gerade auf mich zukommen. Dazu kommt, dass es regnet – und das gar nicht mal wenig. Nach einer halben Ewigkeit gesellen sich einige andere Touristen zu mir an den Strand, auch Tino kommt jetzt mit unseren Kindern. Die Sonne bringt ganz langsam Licht in den Tag und auf einmal sehen wir diese kleinen Schattenwesen, die langsam über den Strand hüpfen. Wir sehen sie, die Kängurus bzw. Wallabies am Cape Hillsborough! Wahnsinn! Auch wenn ich mittlerweile total durchnässt bin, präge ich mir diesen besonderen Moment ein. Man merkt wie die Touristen immer näher an die Tiere ran wollen – um ehrlich zu sein kein schönes Gefühl, wenn einer nach dem anderen immer näher auf die Tiere zugeht, nur um DAS Foto zu schießen. Übrigens wird heute (es REGNET in Strömen!) mit Sicherheit kein Postkarten-Motiv bei rauskommen.

Cape Hillsborough

Und dann kommt eine Rangerin an den Strand, stellt kleine gelbe Hütchen auf, die die Besucher von den Tieren fernhalten soll. Ich bin etwas irritiert, dass auch Futter hingestreut wird, aber wir werden auch darüber aufgeklärt, weshalb dies der Fall ist. Der Bestand der Wallabies und Kängurus ist vor einigen Jahren drastisch zurückgegangen. Die Jungtiere wurden Opfer der hier lebenden Pythons. Aber auch ein weiteres Problem fiel auf: Einige (unwissende) Touristen fütterten die Tiere nämlich mit Keksen und anderen mitgebrachten Süßigkeiten. Dies ist sehr gefährlich für die Tiere, einige starben dadurch sogar.

Cape Hillsborough

Nun wird täglich am Morgen diese „Absperrung“ gezogen, damit die Tiere in Ruhe den Seetang und ein Gemisch aus Haferflocken und Melasse essen können, das der Verdauung zugute kommt.

Auch wenn es an diesem Tag zum Sonnenaufgang geregnet hat, war die Begegnung mit den Kängurus etwas wirklich besonderes. Zwei Stunden später klart es wieder auf und wir gehen erneut an den Strand. Und diesmal sieht es einfach nur wunderschön aus hier. Die Spiegelungen des Regenwaldes auf dem noch nassen Sand geben eine gute Fotokulisse her.

Cape Hillsborough – nur Wallabies oder was?

Bei unserem diesjährigen Besuch haben wir wirklich nur eine Nacht in Cape Hillsborough eingeplant, weil wir noch einiges anderes sehen wollten. Aber an diesem Fleckchen Erde lässt es sich wirklich sehr gut auch länger aushalten. Es gibt hier einige schöne Wanderwege zum Beispiel zum Andrews Point, von wo aus man eine tolle Sicht über den Causarina Beach hat. Zudem gibt es hier zahlreiche weitere Tiere, die man gut beobachten kann.

Cape Hillsborough

Cape Hillsborough – lohnt es sich?

Ja! Es lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch des Cape Hillsborough. Hier fühlt es sich an wie in einer anderen kleinen Welt, der Ort ist friedlich und man kann heir wunderbar entspannen.

Cape Hillsborough

Erfahrt mehr über die Reiseroute Brisbane – Cairns

Die Reiseroute entlang der Ostküste Queenslands hat viele wunderschöne Orte zu bieten, die ihr sehen und entdecken könnt. Lest im folgenden Beitrag mehr darüber.

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