Busselton liegt an der Südwestküste Australiens und hat ca. 21.500 Einwohner (Stand 2012). Die Kleinstadt ist für ihre langen, seichten Strände bekannt und wurde 1832 von dem Engländer John Garrett Bussell gegründet. Der Ort wurde nach ihm benannt. Die Stadt konnte sich entwickeln, weil die Gründer eine lange Pier über den flachen Strand hinaus in das offene Meer bauten. Dadurch wurde Fracht- und Passagierschiffen das Anlegen ermöglicht. Der Busselton Jetty gehört mit seinen 1,8 Kilometern zu den längsten Pieren der Welt. Busselton zählt außerdem zu den ältesten von Europäern gegründeten Städten des Kontinents. Das Klima ist tropisch, im Januar können die Temperaturen 40 Grad erreichen, nur im Juli und August fallen die Temperaturen auf 20 bis 25 Grad.

Busselton ist der wichtigste Küstenort der Margaret-River-Wein-Region. Die Region gilt weltweit als einzigartig, da hier Hotsports für Surfer und Segler nahe an bekannten und alt eingesessenen Weingütern liegen. Während an der Küste die langen Strände locken, besteht das Hinterland aus idyllischen Weinbergen und großzügigen Weingärten. Direkt an der Küste verläuft außerdem – nur eine kurze Autofahrt von Busselton entfernt – der Leeuwin-Naturaliste National Park. Die Weinorte sind von europäischen Auswanderern geprägt, überall werden Kunst, Kultur und Musik großgeschrieben. Wer gut essen will, besucht nicht etwa eines der vielen kleinen Restaurants der Stadt, sondern fährt auf eines der nahen Weingüter. Viele von ihnen haben Hofläden und ein eigenes Restaurant.

Strände in Busselton

Die beiden berühmtesten Backpacker-Strände Australiens – die Gold Coast und Byron Bay – liegen in nächster Nähe und locken die meisten Touristen aus dem Ausland an. So konnte sich Brunswick Heads seine Unberührtheit und seine Stille bewahren. An den Stränden nahe der Flussmündung reicht der Regenwald bis fast ans Wasser, weite Teile der Landschaft sind heute ein Naturreservat. Die Besucher paddeln auf Kanus durch die Mangrovenwälder. Auch das Beobachten von Vögeln und lange Wanderungen gehören zu den bevorzugten Stranderlebnissen.

Direkt vor dem Naturschutzgebiet erstrecken sich lange, weiße und unberührte Strände. Die Landschaft wirkt still und unberührt – nur in weiter Ferne sind auf der anderen Seite der langgestreckten Bucht die Hochhäuser der Gold Coast zu erkennen. Aber auch das glasklare Wasser des Flusses Brunswick lädt zum Schnorcheln und Schwimmen ein. Da es im Meer immer wieder gefährliche Quallen geben kann, bevorzugen viele Touristen den Fluss mit seinen zahlreichen Fischen und dem außergewöhnlich klaren Wasser. Das Meer gehört deshalb hauptsächlich den zahlreichen Surfern.

Die beliebtesten Aktivitäten in Busselton

Entspannung am restaurierten Pier

Dan Dickinson / Flickr
Dan Dickinson / Flickr

Der lange Pier Busselton Jetty wurde am 4. April 1978 von dem Zyklon Alby weitgehend zerstört. Als er wieder halbwegs restauriert war, wurde ein großer Teil von einem Feuer vernichtet. Nach einem schweren Sturm 2004 schien das Schicksal des historischen Piers endgültig besiegelt zu sein, bis es Busselton gelang, 27 Millionen Australische Dollar für den Wiederaufbau zu erhalten. Die Gelder wurden zum größten Teil durch Spenden und öffentliche Zuschüsse zur Verfügung zusammengetragen. 2011 konnte der restaurierte Pier neu eröffnet werden. Er gehört heute zu den schützenswerten Gebäuden Australiens.

Der Pier lädt nicht nur zu einem langen Spaziergang ein. Die historische rote Lok bringt die Besucher bis hinaus zur Spitze des Piers. Dort können die Gäste über eine Wendeltreppe in ein Unterwasserobservatorium steigen und die Fische und Korallen bestaunen. Wer noch mutiger ist, kann in Schutzanzügen, die an alte Glasglocken-Taucheranzüge erinnern, vom Pier in das Meer steigen. In ihnen kann man auf dem Meeresboden einen richtigen Spaziergang unternehmen. Am Ende des Piers ist das Wasser neun Meter tief.

Ironman und Kunst

Busselton lockt das ganze Jahr über zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt an. Es gibt jedoch keine großen Ressorts und auch keine 5-Sterne-Hotels. Der Ort ist sowohl bei Familien als auch bei Rucksacktouristen sehr beliebt. Für die Touristen gibt es kleine Hotels, zahlreiche Gäste- und Ferienhäuser und Bungalow-Anlagen. Seit 1995 wurde Busselton drei Mal zum besten Fremdenverkehrsort Australiens gewählt. Besonders viele Touristen kommen im Herbst, wenn das jährige Ironman-Event stattfindet. Die Ironman-Strecke von Busselton gilt als eine der schönsten Strecken der Welt, da sie meist durch die weiten Weinberge führen. Im heißen Januar findet außerdem das Southbound-Festival statt, einem Musikfestival mit Zeltlager, bei dem auch die bildenden Künste und das Theater in den Fokus gerückt werden.

Spektakuläre Naturerlebnisse

Die langen weißen Strände, für die Busselton so berühmt ist, enden im nahen Leeuvin-Naturaliste-Nationalpark. Dort besteht die Küste aus schroffen Klippen, die teilweise so eigenartig sind, dass sie sogar ihre besonderen Namen haben. Im Park gibt es zahlreiche Höhlen, und vor den Klippen im Meer treffen sich Blauwale und Buckelwale. Von den steilen Felsen aus haben die Wanderer einen direkten Blick auf das Meer. Häufig kann man die Wale sogar von der Küste aus beobachten.

 

Bild: Dan Dickinson / Flickr

Busselton
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